Eine aktuelle Anfragebeantwortung der Landesregierung zum Thema Alterseinsamkeit und Isolation von älteren Menschen zeigt aus Sicht der SPÖ ein klares Bild: Es gibt zwar eine Reihe an Angeboten, aber keine eindeutige Strategie zur Bekämpfung dieses wachsenden Problems. „Landesrätin Rüscher zählt eine Vielzahl an Programmen auf, aber einen langfristigen Plan gibt es nicht. Das muss sich dringend ändern“, sagt SPÖ-Klubobmann Mario Leiter.
Ohne Zahlen keine Strategie
Besonders kritisch sieht Leiter, dass das Land keine Zahlen zum Thema Alterseinsamkeit liefern kann: „Die Wirkung der bestehenden Maßnahmen und Angebote wird derzeit in keiner Weise gemessen.“ Man wisse damit also nicht, wie viele Menschen in Vorarlberg von Alterseinsamkeit betroffen sind und welche der Angebote wirklich ankommen und wirken, so Leiter. „Das ist politisch zu wenig. Für eine langfristige Strategie braucht es unbedingt eine grundlegende Datenerhebung in diesem Bereich“, fordert der SPÖ-Klubobmann.
Alterseinsamkeit ist kein Randthema
Dass von Seiten des Landes hinsichtlich Alterseinsamkeit zu wenig getan wird, findet auch der Präsident des Vorarlberger Pensionistenverbandes, Manfred Lackner: „Einsamkeit im Alter ist längst kein Randthema mehr. Die Politik darf hier nicht tatenlos zusehen, sondern muss entschlossen handeln.“ Dabei müsse man das Rad auch nicht neu erfinden, so Lackner: „Es gibt auf internationaler Ebene längst erfolgreiche Modelle, die gezielt gegen Alterseinsamkeit vorgehen. Die Lösungen liegen also am Tisch.“
SPÖ fordert politische Neuausrichtung
Die SPÖ fordert deshalb von der unter Wallner und Bitschi geführten Landesregierung eine politische Neuausrichtung beim Thema Alterseinsamkeit. „Es braucht eine verbindliche Strategie, die alle bisherigen Angebote und Maßnahmen zielgerecht bündelt. Dazu muss die Landesregierung endlich transparente Zahlen liefern und auch eine echte Wirkungskontrolle starten“, so SPÖ-Klubobmann Leiter abschließend.