30. Juni 2026
30. Juni 2026
Krankenhäuser und deren Ambulanzen übernehmen derzeit vielfach Aufgaben, die eigentlich außerhalb des stationären Bereichs erbracht werden könnten und sind dadurch entsprechend ausgelastet bzw. überlastet. Erstversorgungsambulanzen (EVA) leisten einen wichtigen Bei trag bei der Einschätzung und Priorisierung der Behandlungsdringlichkeit. Der gezielte Einsatz von EVAs als zentrale Akuteinschätzung birgt ein enormes Sparpotenzial. Voraussetzung dafür
ist, dass sie über ausreichend Behandlungsräume und Personal verfügen und im Idealfall baulich dem Krankenhaus vorgelagert sind. Dadurch kann das medizinische Personal entlastet werden. Gleichzeitig erhalten Patient:innen eine bedarfsgerechte Versorgung sowie eine qualitativ hochwertige Vermittlung zur passenden Weiterbehandlung.
Während im größten Krankenhaus des Landes, dem LKH Feldkirch, weit und breit keine Erstversorgungsambulanz vorzufinden ist, wurde im Herbst 2024 im LKH Bregenz die bereits vorhandene Ambulante Ersteinschätzung, AEE, in die Erstversorgungsambulanz, EVA, umbenannt. Allerdings ist nicht alles eine Erstversorgungsambulanz, was sich EVA nennt. Um den gewünschten Effekt auf das Krankenhaus in vollem Umfang zu erzielen, sollte die Erstversorgungsambulanz mit den bereits erwähnten Ressourcen ausgestattet sein. Die alleinige Umbenennung von AEE in EVA macht diese noch lange nicht zu einer Erstversorgungsambulanz.
Nachdem die EVA des LKH Bregenz im September 2026 ihren zweijährigen Namenstag feiert, halten wir es für höchste Zeit, sie auch in Sachen Ausstattung und Funktion eine EVA werden zu lassen.