Mit scharfen Worten kritisiert die SPÖ-Landtagsabgeordnete und Gesundheitssprecherin Manuela Auer die heute bekannt gewordenen Einsparungsmaßnahmen im Bereich der Krankenhausverpflegung: „Bei der Verpflegung von pflegebedürftigen und kranken Menschen zu sparen, ist mehr als unverschämt. Mit diesem Schritt im Sparkurs schlägt Schwarz-Blau dem Fass endgültig den Boden aus.“
Gerade im Krankenhaus sei eine gute Verpflegung ein wesentlicher Bestandteil der Versorgung und Genesung, betont Auer: „Wir sprechen hier nicht von Luxus-Menüs in Sterne-Restaurants, sondern von etwas Grundlegendem, auf das die Patientinnen und Patienten auch ein Anrecht haben.“ Dass man hier nun aus wirtschaftlichen Gründen Kürzungen vornehme, sei unverständlich so die SPÖ-Landtagsabgeordnete: „Zumal das Einsparungspotenzial wirklich marginal ist. Die Auswirkungen hingegen sind für die Patientinnen und Patienten deutlich spürbar.“ Hier schlage die Waagschale eindeutig auf die falsche Seite aus, kritisiert Manuela Auer: „Einmal mehr wird Wirtschaftlichkeit über das Wohl der Menschen in diesem Land gestellt.“ Da frage man sich dann schon was als nächstes noch kommen soll, so Auer: „Vielleicht Time-Slots für die Bettenbelegung?“
Land soll bei sich selbst Bewusstseinsbildung betreiben
Nicht nachvollziehbar sei für Auer auch die Begründung, dass mit diesen Maßnahmen ein stärkeres Bewusstsein für Lebensmittelverschwendung in den Krankenhäusern geschaffen werden soll. „Dieses Argument ist vorgeschoben. Hier geht es ganz klar darum, sich auf Kosten der Schwächsten finanziell zu sanieren“, kritisiert Manuela Auer. Wenn das Land schon Bewusstseinsbildung machen wolle, dann sollte es zuerst bei sich selbst anfangen, rät Auer: „Gerade bei den Kosten im Gesundheitsbereich war und ist das Land an anderer Stelle äußerst großzügig. Die millionenschweren Honorare für externe Beratungsleistungen rund um den Spitalscampus zeigen deutlich, wo offenbar keinerlei Bedenken bestehen, Steuergeld auszugeben.“
Unwürdiges Schauspiel der Regierungsverantwortlichen
Mit dieser Einsparungsmaßnahme hat Schwarz-Blau die rote Linie für die SPÖ-Gesundheitssprecherin jedenfalls überschritten: „Einsparungen auf dem Rücken der Schwächsten zu machen, ist weder ein verantwortungsvoller Sparkurs noch eine vorausschauende Sozial- und Gesundheitspolitik. Was ÖVP und FPÖ hier abliefern, ist ein für in Regierungsverantwortung befindliche Parteien mehr als unwürdiges Schauspiel.“