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Landtagssitzung

Auer: „Wer gute Bildung will, muss hier auch investieren“

11.03.2026

Zahlen der Kompetenztestung zeigen deutlich: Pflichtschulen brauchen mehr Unterstützung statt weiterer Einsparungen

Zahlen der Kompetenztestung zeigen deutlich: Pflichtschulen brauchen mehr Unterstützung statt weiterer Einsparungen

Beim bundesweiten Kompetenztest haben Vorarlbergs Volksschülerinnen und Volksschüler schlecht abgeschnitten. Wie die Ergebnisse zeigen, gibt es in Mathematik und Deutsch Aufholungsbedarf. Bei letzterem erreichte gerade einmal knapp über die Hälfte der Kinder den geforderten Bildungsstandard. Für die SPÖ-Bildungssprecherin Manuela Auer zeigen diese Zahlen klar auf, dass es mehr Unterstützung an den Pflichtschulen braucht: „Gerade im Bereich der Schulischen Assistenz wurde in den vergangenen Jahren in Vorarlberg zu viel eingespart. Das spiegelt sich auch klar im schlechten Abschneiden der Vorarlberger Schülerinnen und Schüler beim Bildungskompetenz wider.“ Dabei sei die Schulische Assistenz ganz wesentlich, damit Lehrpersonen im Klassenzimmer unterstützt und entlastete werden und alle Schülerinnen und Schüler gut lernen können, so Auer.

Nur ein Teil der Assistenzstunden wird bewilligt

Die Schulen würden auch laufend ihren Bedarf bei der Bildungsdirektion anmelden, betont die SPÖ-Bildungssprecherin. Aber: „Es ist leider die Realität, dass nicht alle dieser benötigten Assistenzstunden bewilligt werden.“ Die SPÖ-Bildungssprecherin fordert hier ein klares Umdenken: „Wer gute Bildung will, muss auch die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen.“ Dazu zähle auch, dass man Lehrkräfte entlastet und Kindern, die eine Unterstützung im Schulalltag brauchen, diese auch zur Seite stellt, betont Manuela Auer. „Mit solchen Sachen darf man auch nicht immer so lange warten, bis wieder schlechte Testergebnisse ins Haus flattern“, übt die SPÖ-Bildungssprecherin hier Kritik.

Gemeinsame Schule für mehr Bildungsgerechtigkeit

Manuela Auer weist auch darauf hin, dass für mehr Chancengleichheit auch strukturelle Reformen notwendig seien. So fordert die SPÖ seit Jahren die Einführung der Gemeinsamen Schule der 10- bis 14-Jährigen in Vorarlberg. „Wenn Kinder länger gemeinsam lernen, können Ressourcen gezielter eingesetzt und pädagogische Unterstützung besser organisiert werden“, so Auer. Besonders im Hinblick auf sozioökonomische Benachteiligung sei die gemeinsame Schule ein zentraler Schlüssel für mehr Bildungsgerechtigkeit, erklärt die SPÖ-Bildungssprechrein: „Unser derzeitiges System sortiert Kinder viel zu früh. Eine gemeinsame Schule schafft mehr Chancengleichheit und ermöglicht es, Förderung dort anzusetzen, wo sie tatsächlich gebraucht wird.“ Für Auer steht jedenfalls fest: „Wer gute Bildung will, muss sowohl für ausreichend Unterstützung im Schulalltag sorgen als auch das Schulsystem so weiterentwickeln, dass alle Kinder die gleichen Chancen bekommen.“

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