Die SPÖ begrüßt, dass die Landesregierung die Anstellung von pflegenden Angehörigen nun prüft. „Das ist ein grundsätzlich richtiger Schritt. Entscheidend ist aber, dass die Erfahrungen aus dem bisherigen Pilotprojekt dabei ernsthaft berücksichtigt werden“, betont SPÖ-Sozialsprecherin Manuela Auer.
Attraktive Entlohnung und Planungssicherheit bieten
Das derzeit in Ausarbeitung befindliche Modell müsse sowohl bei der finanziellen Abgeltung als auch beim zeitlichen Rahmen attraktiv gestaltet sein, so Auer: „Nur wenn die Anstellung fair entlohnt ist und ausreichend Planungssicherheit bietet, ist sie für pflegende Angehörige auch eine echte Alternative.“ Barrieren, die dem entgegenwirken, müssten ausgeräumten werden, fordert die SPÖ-Sozialsprecherin: „So haben wir etwa beim Pilotprojekt gesehen, dass die zu eng definierte Altersgrenzen bei den zu betreuenden Personen ein Stolperstein für viele Angehörige waren.“
Unterstützung für jene, die sie brauchen
Bei der Ausarbeitung des neuen Modells müsse auch ein besonderes Augenmerk auf jenen Familien liegen, die die Unterstützung am dringendsten benötigen, betont die SPÖ-Sozialsprecherin: „Das sind vor allem Familien, die die intensive Pflege von schwerstbehinderten Kindern und alten Menschen leisten. Gerade diese Familien stehen unter enormem zeitlichem, emotionalem und finanziellem Druck.“ Sie seien im bisherigen Pilotprojekt nicht ausreichend berücksichtigt worden, so Auer. „Das darf sich nicht wiederholen. Wenn die Landesregierung jetzt ein neues Modell entwickelt, muss es gezielt jenen zugutekommen, die die größte Pflegeverantwortung tragen“, fordert Auer.