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Bregenz am 11.3.2026 Vorarlberger Landtagssitzung

Neuer Tiefpunkt erreicht: ÖVP und FPÖ machen Kinder und Eltern zum Sündenbock

28.05.2026

Anfrage der SPÖ entlarvt bösartige Show-Politik der Regierungsparteien

Anfrage der SPÖ entlarvt bösartige Show-Politik der Regierungsparteien

ÖVP und FPÖ fordern in einem Antrag strengere Strafen für Eltern von Kindern mit Sprachförderbedarf. Gleichzeitig wurde der Eindruck erweckt, viele Eltern würden sich weigern, bei der Sprachförderung mitzuarbeiten. Eine gestern beantwortete Anfrage von SPÖ-Bildungssprecherin Manuela Auer an die zuständige Landesrätin Barbara Schöbi-Fink zeigt jetzt aber: Diese Behauptungen sind frei erfunden, denn es gibt überhaupt keine konkreten Zahlen dazu. Auch kann die Landesrätin nicht belegen, dass es abseits der Zahlen ein konkretes Problem in diesem Zusammenhang gebe. Damit ist klar: Statt Lösungen vorzulegen, wird von den Parteien von Markus Wallner und Christof Bitschi Stimmung gegen Familien gemacht.

Erst strafen wollen, dann keine Fakten liefern können

„ÖVP und FPÖ reden von einem großen Problem, können aber nicht einmal sagen, wie groß dieses Problem überhaupt ist. Die zuständige ÖVP-Landesrätin bestätigt selbst, dass entsprechende Daten gar nicht genau erfasst werden. Trotzdem wird laut nach strengeren Strafen gerufen“, kritisiert SPÖ-Bildungssprecherin Manuela Auer. Für die SPÖ ist klar: Wer zuerst Strafen fordert und erst danach beginnt, Daten zu sammeln, betreibt keine seriöse Bildungspolitik, sondern reine Showpolitik. Dazu ist ÖVP und FPÖ offenbar inzwischen jedes Mittel recht: Die Leidtragenden sind die Kinder und ihre Eltern, die von den Regierungsparteien lieber herabgewürdigt werden, anstatt endlich die Unterstützung zu bekommen, die sie brauchen.

Kinder und Familien werden zum Sündenbock gemacht

„Anstatt Familien zu unterstützen, werden Kinder mit Sprachförderbedarf und ihre Eltern unter Generalverdacht gestellt. FPÖ und ÖVP schüren damit bewusst Vorurteile und machen aus einem Bildungsproblem eine billige politische Kampagne“, sagt Auer. Gerade Kinder, die sich beim Erlernen der deutschen Sprache schwer tun, bräuchten mehr Unterstützung, mehr Zeit und bessere Förderung. „Wer Probleme wirklich lösen will, hilft Kindern und Eltern. Wer nur Schlagzeilen sucht, redet über Strafen“, so Auer. Mit der Bösartigkeit, die hinter dieser Kampagne steckt, sei ein neuer Tiefpunkt der Koalition zwischen Landeshauptmann Markus Wallner und seinem Statthalter Christof Bitschi erreicht worden.

Bei Pädagog:innen sparen und dann Eltern die Schuld geben

Besonders heuchlerisch sei die Debatte laut SPÖ deshalb, weil ÖVP und FPÖ gleichzeitig bei den Kindergärten sparen. „Dieselben Parteien, die jetzt laut nach strengeren Strafen rufen, streichen den Gemeinden Fördergelder für zusätzliches Personal in den Kindergärten. Damit verschlechtern sie genau jene Bedingungen, die gute Sprachförderung überhaupt erst möglich machen“, kritisiert Auer. Weniger Personal bedeute größere Gruppen, weniger Zeit für individuelle Förderung und weniger Unterstützung für Familien. „ÖVP und FPÖ sparen zuerst bei den Kindern und machen die Eltern dann auf der öffentlichen Bühne des Landesparlaments nieder. Das ist keine Bildungspolitik, sondern billige Stimmungsmache auf dem Rücken jener Kinder, die eigentlich bestmögliche Förderung bräuchten. Unserem Land ist das völlig unwürdig, Vorarlberg kann’s besser!“, so Auer abschließend. Die SPÖ wird den Antrag, der am 10. Juni im Landtag behandelt wird, ablehnen.

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