

Staudinger will in seiner Anfrage wissen, wie das Land auf den konkreten Vorfall reagiert und welche Strategien es für den Fall des Falles in Vorarlberg gibt. Ziel ist es, dadurch ein umfassendes Bild der Situation zu erhalten und sicherzustellen, dass angemessene und wirksame Maßnahmen ergriffen werden.
Vorarlberg hat gemäß einer Untersuchung des Umweltinstituts die höchsten PFAS-Konzentrationen von ganz Österreich. So wurden in knapp 80 Prozent der Bodenproben in Vorarlberg PFAS-Chemikalien nachgewiesen. Besonders hoch sind sie in den Rheindelta-Gemeinden Fußach, Gaissau, Höchst sowie im Raum Rankweil.
„Die PFAS-Kontamination in unseren Nachbargemeinden in der Schweiz ist ein ernstes Umwelt- und Gesundheitsrisiko, das nicht nur auf den Kanton St. Gallen beschränkt ist, sondern potenziell auch für die Bevölkerung in Vorarlberg von Bedeutung sein könnte“, so Staudinger. Die Situation in der Schweiz sei ein Weckruf, der ernstgenommen werden muss.
Martin Staudinger hat 13 Fragen an die Landesregierung gerichtet, die klären sollen, inwiefern Vorarlberg von der Kontamination bereits betroffen ist und welche Maßnahmen ergriffen werden, um eine Ausbreitung zu verhindern. Die Fragen umfassen unter anderem die aktuellen Kontrollmechanismen für landwirtschaftliche Produkte, die Unterstützung für betroffene Landwirte, und die geplanten Sanierungsmaßnahmen für kontaminierte Böden.
„Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um diese unsichtbare Bedrohung zu bekämpfen und die Gesundheit unserer Bevölkerung, unserer Tiere sowie die Qualität unserer landwirtschaftlichen Erzeugnisse und die Natur zu schützen“, betont Staudinger.