Mit großer Irritation reagiert die SPÖ Bludenz auf einen Instagram Beitrag der offiziellen Stadtseite bludenzstadt, in dem Bürgermeister Simon Tschann die letzte Geburt auf der Bludenzer Geburtenstation öffentlich positiv kommentiert.
Am 9. Jänner 2026 wurde das letzte Kind im LKH Bludenz geboren. Jede Geburt steht für Leben, Hoffnung und Zukunft. Umso schwerer wiegt, dass dies die letzte im LKH Bludenz sein wird, eine zentrale Einrichtung der Gesundheitsversorgung wird geschlossen. Viele Familien im Bezirk empfinden diesen Umgang des Bürgermeisters mit der Situation als irritierend und unverständlich.
Fakt ist:
Die Geburtenstation Bludenz wird aufgrund der politischen Entscheidungen der schwarz/blauen Vorarlberger Landesregierung geschlossen. Über 400 Geburten pro Jahr sind davon betroffen. Für werdende Eltern bedeutet das längere Wege, mehr Risiko, zusätzliche Unsicherheit in einer ohnehin sensiblen Lebensphase und einen massiven Verlust an wohnortnaher Gesundheitsversorgung.
Aus Sicht der SPÖ Bludenz stellt sich dabei vor allem die Frage, warum es der Stadt ÖVP und Simon Tschann nicht gelungen ist, innerhalb der eigenen Landespartei für den Erhalt dieses wichtigen Standortes einzutreten. Offen ist zudem nach wie vor, wie das Landeskrankenhaus Feldkirch die zusätzliche Belastung durch mehrere hundert Geburten pro Jahr bewältigen soll. Ein erkennbares Einsparungspotenzial ist aus Sicht der SPÖ Bludenz nicht erkennbar, wohl aber steigende Unsicherheit für Patientinnen und Patienten.
„Die Geburt eines Kindes ist immer ein Grund zur Freude. Gerade deshalb braucht es eine wohnortnahe, verlässliche und sichere medizinische Betreuung für Familien. Gerade Bludenz, das immer wieder betont familienfreundlich sein zu wollen, verliert mit der Geburtenstation einen wesentlichen Standortfaktor. Diese Entscheidung hätte mehr politischen Widerstand gebraucht, keinen Social Media Applaus“, erklärt SPÖ Stadtparteiobmann und Nationalrat Antonio Della Rossa.
Die SPÖ Bludenz wird sich weiterhin klar dafür einsetzen, dass wohnortnahe Gesundheitsversorgung kein leeres Schlagwort bleibt, sondern politische Priorität hat.