Mit Besorgnis reagiert die SPÖ-Sozialsprecherin Manuela Auer auf aktuelle Berichte, wonach das ifs seine Beratungsstelle in Hohenems im Herbst dieses Jahres aufgrund von fehlenden finanziellen Mitteln schließen muss: „Seit die schwarz-blaue Landesregierung am Ruder ist, vergeht kein Monat ohne Hiobsbotschaft über Schließungen im Sozial- und Gesundheitsbereich. Was wir hier erleben, sind keine durchdachten Reformen, sondern ein sozialpolitischer Kahlschlag.“ Mit einer Anfrage an Landesrätin Rüscher will die SPÖ nun Erfahrung bringen, welche weiteren Schließungen im Sozial, Gesundheits- und Bildungsbereiche den Vorarlbergerinnen und Vorarlbergern noch bevorstehen.
Regional verankerte Angebote sind wesentlich
„Wenn Beratungsstellen schließen, Therapieangebote eingeschränkt werden und spezialisierte Einrichtungen aus finanziellen Gründen wegfallen, dann trifft das vor allem jene Menschen, die ohnehin auf Unterstützung angewiesen sind“, betont Auer. Es sei sehr problematisch, dass insbesondere präventive und wohnortnahe Angebote zunehmend unter Druck geraten, erklärt die SPÖ-Sozialsprecherin: „Gerade die regional verankerten Angebote sorgen dafür, dass die Menschen einen niederschwelligen Zugang zu Unterstützungsangeboten bekommen. Jeder zusätzliche Weg, der von den Betroffenen dann zukünftig aufgrund von Einsparungen in Kauf genommen werden muss, bedeutet für diese schon wieder eine weitere Hürde. Dabei hatte es ja einen guten Grund, dass das Angebot der Sozialdienstleister bislang recht engmaschig aufgestellt war.“
Erst die Spitze des Eisberges?
Die SPÖ fordert in ihrer Anfrage nun Klarheit über weitere geplante Kürzungen. Immerhin sei die Liste der Einschnitte in den letzten Monaten immer länger geworden, so Manuela Auer: „Es geht darum ein Bild davon zu kommen, ob wir was die Einsparungen betrifft schon am Ende des Weges angekommen sind oder ob es erst die Spitze des Eisberges ist, die Schwarz-Blau uns im vergangenen Jahr hier geliefert hat.“