Das im Ministerrat beschlossene Paket zur Förderung von Arbeit im Alter ist aus Sicht der SPÖ Vorarlberg ein wichtiger Erfolg für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. SPÖ-Landtagsabgeordnete und Arbeitsmarktsprecherin Manuela Auer begrüßt insbesondere die vorgesehenen Anreize, die einen längeren Verbleiben im Erwerbsleben unterstützen sollen. „Es ist zu begrüßen, dass jene stärker unterstützt werden, die freiwillig länger arbeiten oder ihren Pensionsantritt aufschieben. Das bringt Vorteile für die Beschäftigten und stärkt zugleich das Pensionssystem“, so Auer.
Realität am Arbeitsmarkt ernst nehmen
Positiv bewerte Auer dabei auch die Ausweitung der Mittel für Qualifizierungs- und Beschäftigungsmaßnahmen. „Mehr Investitionen in Aus- und Weiterbildung für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, betont Auer. Gleichzeitig weist sie aber darauf hin, dass finanzielle Anreize allein nicht ausreichen. „Viele Menschen gehen nicht früher in Pension, weil sie das möchten, sondern weil sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr können oder am Arbeitsmarkt keine Perspektive mehr haben.“ Ältere Beschäftigte seien nach wie vor überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen und hätten oft Schwierigkeiten beim Wiedereinstieg. „Diese Realität muss in Zukunft noch stärker berücksichtigt werden“, betont die SPÖ-Arbeitsmarktsprecherin.
Gute Arbeitsbedingungen als Voraussetzung
Für Auer ist klar, dass längeres Arbeiten auch die richtigen Rahmenbedingungen braucht. „Wer möchte, dass Menschen länger im Erwerbsleben bleiben, muss auch für gute Arbeitsbedingungen sorgen. Das heißt: weniger Druck am Arbeitsplatz, altersgerechte Arbeitsplätze und eine umfassende gesundheitliche Vorsorge“, so Auer.
Auftrag auch für Vorarlberg
Abschließend betont Auer, dass es nun darum gehe, das Maßnahmenpaket auch in Vorarlberg konsequent umzusetzen und gezielt zu nutzen: „Wir müssen alles daransetzen, dass ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer echte Chancen haben, im Beruf zu bleiben. Länger arbeiten muss eine Möglichkeit sein, keine Belastung. Dann profitieren am Ende alle.“