„Die Antwort der Landesregierung ist ernüchternd: Sie weiß offenbar nicht, wo in öffentlichen Gebäuden noch Asbest verbaut ist“, fasst SPÖ-Umweltsprecher LAbg. Reinhold Einwallner die Beantwortung seiner Landtagsanfrage zusammen. Der Sozialdemokrat wollte wissen, in welchen Gebäuden und Infrastrukturen des Landes, landeseigener Betriebe und der Gemeinden Asbest vorhanden ist und welche Sanierungen bisher durchgeführt wurden bzw. geplant sind. „Eine konkrete Gebäudeliste gibt es aber offenbar nicht. Es gibt weder einen Überblick noch einen Sanierungsplan. Stattdessen verweist die Landesregierung nur darauf, dass bei Sanierungen genau hingeschaut wird“, kritisiert Einwallner.
Es geht um Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser
Für den SPÖ-Umweltsprecher ist das deutlich zu wenig. „Wir reden hier nicht über irgendeinen Baustoff. Wir reden über Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und andere öffentliche Gebäude, in denen jeden Tag Menschen ein- und ausgehen“, sagt Einwallner. Wer Verantwortung trägt, müsse wissen, ob in diesen Gebäuden gefährliche Altlasten vorhanden seien. „Bei Asbest kann man nicht einfach sagen: Wir schauen dann nach, wenn irgendwann saniert wird. Dieser Baustoff ist eine tickende Zeitbombe für die Gesundheit aller, die damit in Kontakt geraten.“
Landesregierung in der Pflicht
Die SPÖ verlangt daher, dass die Landesregierung einen verlässlichen Überblick über Asbestvorkommen in öffentlichen Gebäuden schafft. „ÖVP und FPÖ sollen nicht erklären, warum sie keinen Überblick haben. Sie sollen dafür sorgen, dass es einen gibt“, fordert Einwallner. Abschließend hält er fest: „Keine Gebäudeliste, kein Überblick, kein Sanierungsplan – das ist bei Asbest zu wenig. Vor allem dann, wenn es um Gebäude geht, in denen Kinder, Patientinnen und Patienten, Beschäftigte und viele andere Menschen täglich unterwegs sind.“