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SPÖ-Leiter: „Die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger warten nicht auf Ausreden, sie brauchen ein Zuhause“

10.06.2026

Aktuelle Stunde zum Wohnen: SPÖ fordert Wohnbauoffensive und mehr gemeinnützige Wohnungen

Aktuelle Stunde zum Wohnen: SPÖ fordert Wohnbauoffensive und mehr gemeinnützige Wohnungen

Die SPÖ hat leistbares Wohnen in der heutigen Aktuellen Stunde des Vorarlberger Landtags ins Zentrum gerückt. Für SPÖ-Klubobmann und Wohnbausprecher Mario Leiter ist klar: Die Wohnfrage ist eine soziale Schlüsselfrage für breite Teile der Bevölkerung. „Wir diskutieren heute nicht über Statistiken. Wir diskutieren über Menschen: über junge Menschen, die keine Wohnung finden, über Familien, die Mieterhöhungen nicht mehr stemmen können, und über Pensionistinnen und Pensionisten, die Angst vor der nächsten Betriebskostenabrechnung haben“, so Leiter.

AK-Zahlen sind ein Alarmsignal

Die aktuellen Zahlen der AK-Wohnumfrage zeigen die Dramatik der Lage: Die durchschnittliche Wohnkostenbelastung liegt bei 39 Prozent, bei privater Miete bereits bei 44 Prozent. 45 Prozent aller Haushalte geben mehr als 40 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen aus. „Fast jeder zweite Haushalt in Vorarlberg gilt mittlerweile als wohnkostenbelastet. Das ist kein individuelles Problem mehr, das ist ein Systemproblem“, betont Leiter.

Land muss bauen statt vertrösten

Besonders betroffen sind Personen mit kleinen und mittleren Einkommen. Eigentum wird für viele unfinanzierbar, leistbare Mietwohnungen fehlen. Scharfe Kritik übt Leiter daher an der Landesregierung von Markus Wallner und Christof Bitschi: „Menschen wohnen nicht in Zusicherungen, Förderakten oder Presseaussendungen. Sie wohnen in Wohnungen. Sie brauchen einen Wohnungsschlüssel.“ Angesichts von 6.596 wohnungssuchenden Haushalten und lediglich 322 neuen Wohnungen im Jahr 2025 beziehungsweise 278 geplanten Wohnungen im Jahr 2026 sei der Handlungsbedarf offensichtlich.

SPÖ für Wohnbauoffensive

Die SPÖ fordert eine echte Wohnbauoffensive für Vorarlberg: 2.000 Wohnungen pro Jahr, davon mindestens 1.000 gemeinnützige Wohnungen. Zusätzlich brauche es mehr Genossenschaftswohnungen, Mietkaufwohnungen, Starterwohnungen, eine aktive Leerstandsstrategie, schnellere Verfahren, treffsichere Wohnbauförderung und bessere Bodenpolitik. „Leistbarer Wohnbau ist nicht nur Sozialpolitik, sondern auch Standortpolitik. Die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger warten nicht auf eine weitere Studie, Pressekonferenz oder Ausrede. Sie warten auf eine Wohnung. Sie warten auf ein Zuhause“, so Leiter abschließend.

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