Der heutige Bildungsausschuss des Vorarlberger Landtages hat aus Sicht der SPÖ erneut gezeigt, dass beim Thema Mobbing zwar ein Problembewusstsein vorhanden ist, konkrete Maßnahmen fehlen jedoch weiterhin. Den von NEOS, ÖVP und FPÖ eingebrachten Antrag zu niederschwelligen Wegen gegen Mobbing kritisiert SPÖ-Landtagsabgeordnete Manuela Auer als unzureichend: „Einmal mehr folgen vielen Worten nur wenig Taten. Ein Bericht, die Bündelung bereits bestehender Angebote und eine weitere Evaluierung ist alles, was das Land hinsichtlich Mobbings bewirken will. Damit bleibt letztlich alles beim Status quo. Es fehlt der politische Wille, hier konsequent mehr zu tun.“
Betroffene fordern mehr Maßnahmen
„Mobbing hat gravierende Folgen für die Opfer und deren Familien. Dieses Problem muss in seiner gesamten Breite ernst genommen werden“, betont Auer. Bei der Landtagsenquete im Frühjahr habe noch fraktionsübergreifend Einigkeit darüber geherrscht, dass Handlungsbedarf besteht, erinnert Auer. „Umso unverständlicher ist es, dass es nun wieder nur in kleinen Schritten voran geht“, übt die SPÖ-Landtagsabgeordnete Kritik. Auer verweist in diesem Zusammenhang auch auf die kürzlich stattgefundene ORF-Podiumsdiskussion, bei der Betroffene und Angehörige eindringlich mehr Maßnahmen gefordert hatten. „Diese Stimmen dürfen nicht einfach ungehört bleiben“, mahnt Auer.
Runder Tisch dringend notwendig
Im Zuge der Diskussion ist auch die Forderung nach einem Runden Tisch mit Expertinnen und Experten, Betroffenen sowie allen Landtagsfraktionen aufgekommen. Die SPÖ hält diesen Schritt für dringend notwendig und wird gemeinsam mit den Grünen daher auch einen entsprechenden Antrag in den Landtag einbringen.