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Vorarlberg braucht endlich eine Gewaltambulanz

25.11.2025

SPÖ erneuert Forderung anlässlich der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen

SPÖ erneuert Forderung anlässlich der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen

Zum Start der internationalen 16 Tage gegen Gewalt an Frauen am 25. November erneuert die SPÖ ihre Forderung nach einer strukturellen Verbesserung im Schutz von Gewaltopfern. In einem gemeinsamen Antrag mit den Grünen drängt die SPÖ auf die Einrichtung einer Gewaltambulanz in Vorarlberg. „Jede dritte Frau in Österreich ist im Laufe ihres Lebens mit Gewalt konfrontiert. Gewalt gegen Frauen ist auch in Vorarlberg bittere Realität. Davor dürfen und können wir die Augen nicht verschließen. Es braucht daher eine spezialisierte, jederzeit erreichbare Einrichtung, die den Betroffenen medizinische und forensische Hilfe unter einem Dach bietet“, betont SPÖ-Landtagsabgeordnete und Frauensprecherin Manuela Auer. „Diese bestehende Lücke in Vorarlberg muss endlich geschlossen werden“, fordert auch SPÖ-Landesfrauenvorsitzende Bea Madlener-Tonetti.

Zentrale Anlaufstelle für Gewaltopfer in Vorarlberg schaffen

SPÖ-Landtagsabgeordnete Manuela Auer betont, dass in Vorarlbergs Krankenhäusern zwar fachlich geschultes Personal vorhanden sei, es aber aktuell noch an einer zentralen Anlaufstelle fehle, um von Gewalt betroffenen Frauen wirklich bestmöglich zur Seite zu stehen: „Allein im heurigen Jahr haben schon an die 1000 von Gewalt betroffene Frauen Hilfe gesucht. Und auch die Zahl der bisher verhängten Betretungsverbote ist mit 500 erneut hoch. Dennoch ist Vorarlberg eines der wenigen Bundesländer ohne spezialisierte Gewaltambulanz. Das muss sich ändern. Wir brauchen endlich eine zentrale Anlaufstelle für Gewaltopfer.“ Gerade in Hinblick auf die Beweissicherung für mögliche folgende Gerichtsverfahren sei eine spezialisierte Gewaltambulanz entscheidend, erklärt Manuela Auer: „Ohne eine zeitnahe Sicherung gehen Beweise häufig verloren, was eine Strafverfolgung erschwert. Gerade im Fall von K.o.-Tropfen oder auch sexueller Gewalt ist es wichtig, dass Verletzungen und Spuren zeitnah gesichert und dokumentiert werden.“ Hierbei sei es auch wesentlich, dass Betroffene möglichst unkompliziert und rasch Zugang zur medizinischen und forensischen Versorgung erhalten, so Auer: „Frauen, die mit Gewalt konfrontiert sind, befinden sich in einer Ausnahmesituation. Hilfsangebote müssen daher sehr niederschwellig sein. Genau das leistet eine Gewaltambulanz.“

Unterstützung von SPÖ-Landesfrauenvorsitzender

Unterstützung für die Forderung nach einer eigenständigen Gewaltambulanz kommt dabei von der SPÖ-Landesfrauenvorsitzenden Bea Madlener-Tonetti: „Die Existenz solcher spezialisierten Gewaltambulanzen signalisiert Betroffenen: Du bist nicht allein, deine Erfahrungen werden ernstgenommen, du bekommst hier gezielt Hilfe.“ Das sei auch wichtig, um das Vertrauen der Betroffenen in derlei Einrichtungen und Hilfsangebote zu stärken, betont Madlener-Tonetti: „Dadurch kann für die betroffenen Frauen langfristig die Hemmschwelle gesenkt und auch die Bereitschaft gefördert werden, nach einer Gewalterfahrung fachliche Betreuung in Anspruch zu nehmen und letztendlich dann Anzeige zu erstatten.“ Entscheidend sei dabei, dass eine Gewaltambulanz, im Gegensatz zu einer normalen Ambulanz ohne diesen speziellen Fokus, eine geschützte Umgebung biete, in der Betroffene Unterstützung durch Fachleute finden, betont Madlener-Tonetti: „Damit ergänzen sie klassische Einrichtungen wie Frauenhäuser oder Beratungsstellen und schließen so eine derzeit noch vorhandene Versorgungslücke.“

„Es ist wichtig, dass wir Gewalt gegen Frauen ernst nehmen. Die Einrichtung einer Gewaltambulanz in Vorarlberg ist hierfür ein grundlegender und längst überfälliger Schritt“, so SPÖ-Frauensprecherin Manuela Auer abschließend.

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