Die aktuellen Zahlen der ARGE Wohnungslosenhilfe sind alarmierend: Fast 3.000 Menschen in Vorarlberg sind von Wohnungslosigkeit betroffen oder bedroht, darunter rund 30 Prozent Kinder. Für SPÖ-Klubobmann Mario Leiter ist klar: „Das ist kein Randproblem mehr, sondern ein massives sozialpolitisches Versagen der Landesregierung.“
Anspruch und Realität klaffen auseinander
Besonders besorgniserregend ist für die SPÖ der hohe Anteil an betroffenen Minderjährigen. „Wenn jedes dritte betroffene Schicksal ein Kind ist, dann steht das in krassem Widerspruch zum eigenen Anspruch der Landesregierung, Vorarlberg zum chancenreichsten Land für Kinder zu machen“, so Leiter.
„Wer dieses Ziel ernst meint, muss dafür sorgen, dass Kinder ein sicheres Zuhause haben. Ohne stabile Wohnverhältnisse gibt es keine echten Chancen, weder in der Bildung noch im sozialen Leben.“
Sparpolitik verschärft die Krise
Deutliche Kritik übt Leiter an der Politik von ÖVP und FPÖ: „Während die Lebenshaltungskosten steigen, wird bei Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, gespart. Diese Politik trifft die Betroffenen mit voller Wucht und verschärft die Wohnungsnot weiter.“ Dass viele Haushalte bereits über 40 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen ausgeben müssen, sei ein klares Zeichen für politisches Versagen.
„Wer bei Sozialleistungen kürzt oder sie nicht anpasst, nimmt bewusst in Kauf, dass Menschen ihre Wohnung verlieren. Das ist kurzsichtig und am Ende auch teurer für die Gesellschaft“, betont Leiter.
Mehr leistbarer Wohnraum statt Ankündigungen
Die SPÖ fordert einmal mehr einen deutlichen Ausbau des gemeinnützigen Wohnbaus. „Die Zahlen zeigen klar, dass gemeinnützige Wohnungen stabilisieren. Genau dort muss das Land massiv investieren, statt weiter auf halbe Maßnahmen zu setzen“, sagt Leiter.
Klare politische Verantwortung
Für Leiter steht fest: „Diese Entwicklung ist das Ergebnis politischer Entscheidungen. Wer jahrelang zu wenig in leistbares Wohnen investiert und gleichzeitig im Sozialbereich spart, darf sich über solche Zahlen nicht wundern.“
Die SPÖ werde daher konkrete Maßnahmen im Landtag einbringen. „Wir werden nicht zulassen, dass sich Vorarlberg daran gewöhnt, dass tausende Menschen kein sicheres Zuhause haben.“