„Dass wir im Jahr 2026 immer noch nicht bei der Gleichstellung von Frau und Mann angekommen sind, ist erschreckend“, stellt SPÖ-Landesparteivorsitzender Mario Leiter anlässlich des anstehenden Weltfrauentags am 8. März fest. Obwohl Gleichstellung aus strategischer Perspektive ein ökonomischer Erfolgsfaktor für Unternehmen ist, geraten entsprechende Investitionen gerade in Zeiten wirtschaftlicher Spannungen ins Stocken. „Gleichstellung darf kein Opfer von Sparmaßnahmen sein“, fordert Mario Leiter.
Mehr Frauen in die Führungsetagen
Es ist eine Tatsache, dass Frauen in wirtschaftlichen Führungspositionen nach wie vor signifikant unterrepräsentiert sind – und das, obwohl sie bei den Hochschulabschlüssen im Vergleich zu Männern vorne liegen. Argumente wie „andere persönliche Prioritäten“ oder „mangelndes Interesse an leitenden Funktionen“ will Mario Leiter nicht gelten lassen. Teilzeitbeschäftigung ist weiblich geprägt, ebenso Betreuungspflichten und Care-Arbeit – beides stellt auch im Jahr 2026 noch eine massive Hürde für Frauen in ihrer Karriereentwicklung dar.
Was es daher braucht, sind etwa flexible Führungsmodelle, die es auch Teilzeitbeschäftigten ermöglichen, eine leitende Position zu übernehmen. Solche Modelle können zudem dazu beitragen, das Interesse an Führungsaufgaben zu wecken. „Denn leider ist es gängige Realität, dass Teilzeit und eine Leitungsfunktion häufig gar nicht zusammen gedacht werden“, stellt Mario Leiter fest. „Es liegt daher in der Verantwortung der Politik, die Schaffung geeigneter struktureller Rahmenbedingungen und die gezielte Unterstützung von Frauen auf ihrem Weg in Führungspositionen weiter voranzutreiben.“