

Die nicht ausbezahlten Unterstützungsleistungen des Landes Vorarlberg für Medizinstudierende betragen pro Einzelperson am Ende des Medizinstudiums rund 85.000 Euro. Dieses Investitionsvolumen liegt brach, da keine Studierenden im Jahr 2024 die erforderlichen Punkte beim Medizinaufnahmetest erreichen konnten.
Demgegenüber stehen Medizinstudierende aus anderen Bundesländern, die sich zur Verwirklichung des beruflichen Traums in jungen Jahren für ein solches oder ähnliches
Stipendienmodell samt beruflicher Ortsbindung entschieden haben. Das Leben ist jedoch nur bedingt planbar. Fallweise ist zu beobachten, dass Absolvent:innen nach Beendigung des Medizinstudiums bereit wären, sich für mehrere Jahre an ein anderes Bundesland zu binden. Damit die Mediziner:innen ihre Verträge mit den Bundesländern auflösen können, müssen die Unterstützungsleistungen in vielen Fällen und aus guten Gründen an das jeweilige Bundesland erstattet werden.
Zusammenfassend stellt sich dar, dass einerseits drei Mal 85.000 Euro Gesamtinvestition in die Ausbildung von Ärzt:innen nicht ausgeschöpft werden. Demgegenüber stecken Medizinier:innen in Verträgen mit anderen Bundesländern fest, die durch vergangene Stipendien an diese Bundesländer gebunden sind. Diese Medizinier:innen könnten nach Vorarlberg geholt werden.