27. Mai 2026
27. Mai 2026
Straßenprojekte wie der Stadttunnel Feldkirch werden von Landesstatthalter Christof Bitschi gerne – im wahrsten Sinn des Wortes – mit Pauken und Trompeten gefeiert. Kürzungen im Radverkehr hingegen erfolgen still und heimlich abseits jeder Öffentlichkeit. Nach uns vorliegenden Informationen hat die Vorarlberger Landesregierung nun ihre Förderungen für den Bau neuer Radrouten deutlich gekürzt. In der Praxis bedeutet das: Viele wichtige Projekte sind infrage gestellt, einigen droht das Aus.
Die schwarz-blaue Landesregierung macht ihre Prioritäten einmal mehr deutlich: Vorrang für den Autoverkehr, Kürzungen bei jahrelang vorbereiteten Radprojekten. Bei den besonders wichtigen Landesrouten für den Alltagsradverkehr etwa reduziert die Landesregierung die Förderung von bis zu 70 Prozent auf nunmehr maximal 50 Prozent. Städte und Gemeinden sind, trotz bestehender Vereinbarungen, mit Mehrkosten konfrontiert, die eine Umsetzung
angesichts der prekären Finanzlage unmöglich machen. Angesichts dieser stillen Änderung fordern wir Transparenz zu den neu geltenden Förderungen, zu den bisherigen und neuen Förderquoten sowie zu den finanziellen Folgen für die Jahre 2025 und folgende. Unklar sind zudem die Prioritätenreihung des Landes, die
massiven Rückwirkungen auf Städte und Gemeinden sowie finanzielle Folgen und Auswirkungen auf laufende Großprojekte wie die Radschnellverbindung Vorderland/Am Kumma, „Radfahren durchs Ried“oder die Rad- und Fußgängerbrücke Au–Lustenau.