SPÖ-Stadtparteiobmann und Nationalratsabgeordneter Antonio Della Rossa zeigt sich besorgt über aktuelle Medienberichte, wonach rund um den Bludenzer Bürgermeister Simon Tschann erneut der Verdacht des Amtsmissbrauchs im Raum stehen soll. „Frei nach Wolf Haas muss man leider sagen: Jetzt ist schon wieder etwas passiert. Bürgermeister Simon Tschann beschert der Stadt damit erneut negative Schlagzeilen. Das ist für Bludenz wirklich bedenklich“, so Della Rossa. Er fordert deshalb eine rasche Aufklärung der Angelegenheit.
Aktuelle Berichte werfen Fragen auf
Natürlich gelte die Unschuldsvermutung, betont Della Rossa. Dennoch würden die aktuellen Berichte viele Fragen aufwerfen. „Der Bürgermeister wurde bereits zweimal — wenn auch noch nicht rechtskräftig — wegen Amtsmissbrauchs verurteilt. Nun steht laut Medienberichten schon wieder eine Ermittlung wegen Amtsmissbrauchs im Raum. Da muss man schon fragen: Was ist da bitte los?“, zeigt sich Della Rossa über die Amtsführung von Tschann erstaunt. Gerade der Bürgermeister sei ja nicht nur politischer Repräsentant, sondern in vielen Bereichen auch oberste Behörde der Stadt, so Della Rossa. „Die Bludenzerinnen und Bludenzer müssen sich daher darauf verlassen können, dass Entscheidungen im Rathaus korrekt, nachvollziehbar und im Interesse der Stadt getroffen werden“, so der SPÖ-Stadtparteiobmann.
Nicht einfach zur Tagesordnung übergehen
Della Rossa fordert daher rasche Aufklärung und volle Transparenz. „Vor allem wenn es um den Vorwurf des Amtsmissbrauchs geht, kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Das betrifft den Kern des Vertrauens in die öffentliche Verwaltung und auch die politische Verantwortung.“ Della Rossa stellt klar, dass es hierbei nicht um eine Vorverurteilung gehe, sondern darum, Klarheit für die Bevölkerung zu schaffen: „Niemand soll hier vorverurteilt werden. Aber der Bürgermeister muss offenlegen können, was Sache ist und ob Entscheidungen der Stadt betroffen sein könnten. Die Menschen in Bludenz haben ein Recht darauf zu wissen, was da eigentlich los ist.“
Abschließend hält Della Rossa noch fest, dass Bludenz vor herausfordernden Zeiten stehe und die Stadt eine Führung brauche, die Vertrauen schafft und nicht für zusätzliche Verunsicherung in der Bevölkerung sorge: „Wenn der Bürgermeister aber nicht mehr aus den Schlagzeilen kommt, ist das für Bludenz ein echtes Problem.“