Laut Medienberichten ist rund ein Drittel der Stellen für Schulpsychologie im heurigen Schuljahr weiterhin unbesetzt. Von den acht zusätzlichen Stellen, die der Bund im vergangenen Schuljahr zugesagt hat, konnte bislang gerade einmal eine besetzt werden. SPÖ-Landtagsabgeordnete und Bildungssprecherin Manuela Auer zeigt sich darüber besorgt: „Immer mehr Kinder und Jugendliche sind in ihrem Alltag mit psychischen Belastungen konfrontiert. Leistungsdruck, Zukunftsängste, Überforderung und Krisensituationen nehmen unter den jungen Menschen spürbar zu. Wenn der schulpsychologische Dienst nicht voll ausgebaut werden kann, bleiben Beratung und Entlastung auf der Strecke.“
Appell an Bildungsminister Wiederkehr
Umso wichtiger wäre es, dass die Schulpsychologie in Vorarlberg entsprechend aufgestellt werden könnte. Stellenausschreibungen auf dem Papier würden dafür aber nicht ausreichen, betont Auer. Der Bund sei hier gefordert, allen voran NEOS-Bildungsminister Wiederkehr, auch die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen. „Das Land kann Stellen ausschreiben, so oft es will. Wenn es im praktischen Bereich zu wenige Ausbildungsplätze gibt und es auch bei der Bezahlung keine Verbesserung gibt, bleiben die Bewerberinnen und Bewerber nun einmal aus. Diese Themen müssen endlich angegangen werden“, fordert Auer. Sie erwartet sich von Bildungsminister Wiederkehr rasche und konkrete Schritte, damit die zugesagten Stellen nicht weiterhin nur ein leeres Versprechen bleiben.
Vorarlbergs Situation besonders schwer
Manuela Auer macht abschließend noch darauf aufmerksam, dass gerade in Vorarlberg die Situation aufgrund einer fehlenden universitären Ausbildungsstätte noch einmal besonders schwierig sei: „In Vorarlberg können wir Psychologinnen und Psychologen nicht selber ausbilden. Darum braucht es attraktive Bedingungen, damit qualifizierte Fachkräfte für den Schuldienst in Vorarlberg gewonnen werden können.“