Passend zum Gleichstellungsbericht, der Vorarlberg ein miserables Zeugnis ausstellt und veraltete Rollenbilder als eines der Probleme identifiziert, wird bekannt, dass bei einem internationalen Schießwettbewerb 2023 in Kennelbach eine sexualisierte und erniedrigende Frauendarstellung als Kulisse zum Einsatz kam. Erst drei Jahre später wird der Skandal zufällig öffentlich bekannt – durch einen Bericht in der Gemeindezeitung Kennelbach.
Die SPÖ-Frauenvorsitzende Bea Madlener-Tonetti hat die Berichterstattung der letzten Stunden verfolgt. „Ich kann nicht nachvollziehen, weshalb es jemand für eine gute Idee gehalten hat, diese frauenfeindlichen Darstellungen für den Wettbewerb zu gestalten. Ich verstehe auch nicht, weshalb das von den Teilnehmenden damals geduldet offenbar wurde. Schweigen ist stilles Abnicken und macht letztlich mitschuldig“, stellt sie klar. „Für uns als Fraueninteressenvertretung bedeutet das: Wir haben noch viel harte Arbeit vor uns. Mehr denn je sind wir gefordert, gegen diese Form der Gewalt, ja, das ist eine Form der Gewalt, zu kämpfen.“