In einer Anfrage an Landesstatthalter und Mobilitätslandesrat Christof Bitschi fordert die SPÖ Klarheit über die Auswirkungen des neuen Tarifsystems des Verkehrsverbunds Vorarlberg auf Familien. Im Mittelpunkt stehen dabei die deutlichen Preissteigerungen bei der Schülerfreifahrt und dem SchülerPlus-Ticket. „„Christof Bitschi hat die neue Tarifwelt als einfacher, attraktiver und preislich fairer präsentiert. Die Realität sieht aber anders aus: Auf allen Tarifebenen wurde kräftig an der Preisschraube gedreht. Von einer fairen Preisgestaltung kann hier also keine Rede mehr sein“, kritisiert SPÖ-Klubobmann Mario Leiter.
Tarifreform führt zu Mehrbelastung von Familien
Besonders Familien mit schulpflichtigen Kindern würden die Preissteigerungen im neuen Tarifsystem deutlich zu spüren bekommen, erklärt Leiter. So steigt der Preis für die Schülerfreifahrt von 19,60 Euro auf 29,60 Euro, das SchülerPlus-Ticket verteuert sich ebenfalls deutlich auf 64 Euro. „Mit dem neuen Tarifsystem wird für Schülerinnen und Schüler die Busfahrt ab Herbst erheblich teurer. Gerade zu Schulbeginn, wenn ohnehin hohe Ausgaben anfallen, werden Eltern damit zusätzlich zur Kasse gebeten“, übt der SPÖ-Klubobmann Kritik. Dass diese höheren Kosten für Familien bei der Präsentation der Tarifreform von Landesstatthalter Bitschi nicht thematisiert wurden, stößt bei Leiter zudem auf Unverständnis: „Während Bitschi medienwirksam einzelne Verbindungen präsentiert hat, die künftig günstiger werden, hat er kein Wort darüber verloren, dass Familien mit Kindern bei seiner Tarifreform draufzahlen. Das ist alles andere als transparent.“
Bitschi erschwert Umstieg auf Bus und Bahn
Auch verkehrspolitisch hält SPÖ-Klubobmann Leiter den eingeschlagenen Kurs von Landestatthalter Bitschi für fragwürdig: „Mit teureren Preisen für Öffi-Tickets bekommt man nicht mehr Menschen dazu, Bus und Bahn zu nutzen. Wer ernsthaft will, dass mehr Menschen vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, muss die Nutzung günstiger und attraktiver machen. Bitschi macht aber genau das Gegenteil. Er verteuert den Zugang zum öffentlichen Verkehr und belastet damit ausgerechnet jene, die auf leistbare Mobilität angewiesen sind.“
Mit ihrer Anfrage will die SPÖ nun in Erfahrung bringen, wie viele Schülerinnen und Schüler von den Preissteigerungen beim neuen Tarifsystem betroffen sind, welche zusätzlichen Einnahmen daraus erwartet werden und weshalb die Verteuerungen in der Kommunikation zur Tarifreform nicht thematisiert wurden.