„Landesrätin Martina Rüscher setzt ihre Kürzungsoffensive im Gesundheits- und Sozialbereich nahtlos fort. Diese Politik bringt keine einzige Verbesserung sondern durchgehend Verschlechterungen für Patientinnen und Patienten“, kritisiert SPÖ-Gesundheitssprecherin Manuela Auer. Ab 1. Juli schließt das LKH Hohenems seine Ambulanz in der Nacht, zudem sollen die Abgabestellen für Substitutionsmedikamente in Bregenz und Feldkirch bis Ende 2026 geschlossen werden.
Für schnelle Hilfe statt geschlossene Türen
„Wer nachts mit Schmerzen oder nach einem Sturz Hilfe sucht, braucht keine Weiterleitung quer durchs Land, sondern verlässliche Versorgung in der Nähe“, so Auer. Genau diese werde in Hohenems nun eingeschränkt. Ein Nachtportier und die Gesundheitsberatung 1450 seien wichtige Anlaufstellen, könnten eine reguläre Ambulanz aber nicht ersetzen. „Die Menschen brauchen im Ernstfall Sicherheit und rasche medizinische Hilfe und nicht das Gefühl, von einer Stelle zur nächsten verwiesen zu werden.“
Suchtkranke brauchen Halt, keine Hürden
Auch die geplante Schließung der Abgabestellen für Substitutionsmedikamente bei Clean in Bregenz und der Suchthilfe der Caritas in Feldkirch sei ein schwerer Fehler. Für viele suchtkranke Menschen sei der Gang in eine öffentliche Apotheke keine Kleinigkeit, sondern eine echte Hürde. „Diese Menschen brauchen geschützte Räume, vertraute Ansprechpersonen und Stabilität. Wer ihnen das nimmt, spart nicht klug, sondern riskiert Rückfälle, Behandlungsabbrüche und neues Leid“, sagt Auer.
Wallner und Bitschi machen Gesundheitssystem kaputt
Auer fordert von Landeshauptmann Wallner und seinem Stellvertreter Christof Bitschi eine Abkehr vom Kaputtsparen des Gesundheitsbereichs: „Vorarlberg braucht keine Gesundheitspolitik der geschlossenen Türen. Wer Ambulanzen zusperrt und bewährte Hilfsstrukturen abbaut, macht unser bewährtes Gesundheitssystem kaputt.“