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SPÖ: Persönliche Jugendberatung des Aha Bludenz darf nicht Budgetkürzungen zum Opfer fallen

15.07.2026

Leiter: „Digitale Angebote können direkten Kontakt nicht ersetzen“

Leiter: „Digitale Angebote können direkten Kontakt nicht ersetzen“

Mit Kritik reagiert SPÖ-Klubobmann Mario Leiter auf die mit Jahresende geplante Schließung des aha-Standorts in Bludenz. Die Bilanz der vergangenen zwei Jahrzehnte zeige deutlich, dass persönliche Jugendinformation auch im digitalen Zeitalter unverzichtbar sei, erklärt Leiter: „Seit der Eröffnung wurden im aha Bludenz mehr als 46.000 Anfragen individuell beantwortet. Diese Zahl unterstreicht eindrucksvoll, wie groß der Bedarf an persönlicher Information und Beratung für Jugendliche nach wie vor ist. Das kann man mit Angeboten im digitalen Raum allein nicht kompensieren.“

Anlaufstelle vor Ort weiterhin wichtig

Wie aus einer an die SPÖ erfolgten Anfragebeantwortung von Landesstatthalter Christof Bitschi hervorgeht, ist die Zahl der durchgeführten Beratungen in den letzten Jahren sogar kontinuierlich gestiegen. Waren es 2021 noch 798, verzeichnete das aha in Bludenz im vergangenen Jahr bereits 918 Beratungen. Für Leiter belegen diese Zahlen, wie wichtig eine regional verankerte Anlaufstelle für junge Menschen ist: „Jugendliche brauchen Orte, an denen sie unkompliziert, vertraulich und persönlich Unterstützung erhalten. Gerade für den Süden Vorarlbergs fällt mit dem Standort in Bludenz nun ein bewährtes Angebot weg.“ Dass es in Dornbirn und Bregenz weiterhin persönliche Beratungen geben wird, sei für die Jugendlichen aus dem Bezirk Bludenz dabei nur ein kleiner Wermutstropfen, betont Leiter: „Wenn der Schuh drückt, dann braucht es eine Anlaufstelle vor Ort und sollte nicht von Jugendlichen verlangen, dass sie bis zu einer Stunde Anfahrt in Kauf nehmen“, so der SPÖ-Klubobmann.

Rotstift nicht bei Jugendangeboten ansetzen

Kritisch sieht Leiter, dass die Schließung aufgrund von Budgetkürzungen der Stadt Bludenz notwendig werde. „Jugendarbeit und Jugendinformation sind keine Ausgabe, die man in finanziell schwierigen Zeiten einfach streichen kann. Die Nachfrage ist eindeutig da, der Nutzen ist belegt“, stellt Mario Leiter klar. Hier nimmt der SPÖ-Klubobmann auch Landesstatthaler Christof Bitschi in die Pflicht: „Es genügt nicht in Sonntagsreden zu sprechen, dass Vorarlberg zum chancenreichsten Lebensraum für Kinder und Jugendliche werden soll, wenn gleichzeitig genau bei jenen Angeboten der Rotstift angesetzt wird, die genau dazu beitragen sollen.“ Wer Chancen für junge Menschen schaffen will, muss auch bereit sein, Geld in die Hand zu nehmen und die entsprechende Infrastruktur aufzubauen, fordert Leiter abschließend.

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