SPÖ-Klubobmann Mario Leiter kritisiert die Forderung von Landeshauptmann Markus Wallner, das Strafmündigkeitsalter zu senken. „Wallner hätte im Land weitaus wichtigere Themen zu erledigen. Bei der VVV-Tarifreform herrscht Chaos, und auch bei der Marke Vorarlberg läuft es bekanntlich nicht rund. Statt sich aber darum zu kümmern, setzt Wallner auf eine Schlagzeilen-Politik, die am eigentlichen Problem vorbeigeht“, so Leiter.
Ursache statt Symptom bekämpfen
Wallners Forderung nach einer Senkung der Strafmündigkeit sei reine Symptombekämpfung, betont Mario Leiter. Das Problem liege nämlich vielmehr bei fehlenden Präventionsmaßnahmen. „Wer Jugendkriminalität wirklich bekämpfen will, muss die Ursachen angehen. Junge Menschen brauchen Perspektiven für die Zukunft und faire Chancen beim Aufwachsen. Darüber sollte sich der Landehauptmann Gedanken machen und nicht, ob schon 12-jährige hinter Gittern sollten“, sagt Leiter. Denn eines sei klar, Kinder würden im Gefängnis nicht verantwortungsbewusster. „Wer früh mit dem Strafvollzug in Kontakt kommt, für den ist die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls deutlich höher“, warnt der SPÖ-Klubobmann.
Präventionsmaßnahmen verbessern, nicht härtere Strafen für Kinder
Es brauche daher verbesserte Präventionsmaßnahmen, nicht härtere Strafen für Kinder, so Mario Leiter. Er fordert, dass das Angebot von Schulpsychologie und Schulsozialarbeit in Vorarlberg gestärkt werden soll. „Dort, wo Kinder und Jugendliche den Großteil ihres Alltags verbringen, können Probleme früh erkannt und die Betroffenen rechtzeitig aufgefangen werden. Hier sollte der Landeshauptmann seine politische Verantwortung wahrnehmen“, so Leiter abschließend.