Auch wenn nun eine zwischenzeitliche Abkühlung folgt, machte die anhaltende Hitze der vergangenen Wochen deutlich, dass in Vorarlberg beim Thema Hitzeschutz noch nachgebessert werden muss. Für SPÖ-Landtagsabgeordnete und Gesundheitssprecherin Manuela Auer haben dabei vor allem die Sozial- und Pflegeeinrichtungen oberste Priorität: „Wenn sich Zimmer in Pflegeheimen oder Krankenhäusern über mehrere Tage hinweg aufheizen und auch während der Nacht nicht ausreichend abkühlen, bedeutet das eine extreme körperliche Belastung für die Bewohner:innen und das Personal. Hier muss dringend etwas unternommen werden, und zwar bevor die nächste Hitzewelle kommt. Hitzeschutz heißt nämlich auch Gesundheitsschutz.“ Mit einer Anfrage an Landesrätin Rüscher möchte die SPÖ deshalb in Erfahrung bringen, welche Schritte das Land in Sachen Hitzeschutz bei Sozial- und Pflegeeinrichtung bisher gesetzt hat.
Pflegeeinrichtungen für nächste Hitzewelle rüsten
Gerade Bewohner:innen von Pflegeeinrichtungen seien von den Auswirkungen extremer Hitze besonders betroffen, betont Auer. „Die anhaltend hohen Temperaturen waren für gesunde Menschen schon belastend. Für Ältere und Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen kann das regelrecht zu einer gesundheitlichen Gefahr werden. Bei ihnen steigt das Risiko für Dehydrierung, Hitzeschlag und Kreislaufprobleme durch die enorme Hitzebelastung“, so die SPÖ-Gesundheitssprecherin. Es sei daher dringend notwendig, dass Pflegeeinrichtungen, die baulich nicht ausreichend auf hohe Temperaturen vorbereitet sind, rasch auf Stand gebracht werden. Oder wenn das kurzfristig nicht möglich ist, alternative Möglichkeiten zur Abkühlung zu schaffen, so Auer. „Es braucht einen klaren Plan, welche Einrichtungen baulich angepasst werden müssen und welche kurzfristigen Lösungen greifen, wenn Umbauten nicht rechtzeitig möglich sind. Die Pflegeeinrichtungen müssen schnellstmöglich für die nächste Hitzewelle gerüstet werden“, so die SPÖ-Gesundheitssprecherin.
Personal bei Hitze besonders gefordert
Neben dem gesundheitlichen Aspekt gehe es bei einem effektiven Hitzeschutz auch um die Verbesserung des Arbeitsumfeldes für das Personal, gibt Auer zu Bedenken: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege sind bei solchen Temperaturen besonders gefordert. Sie müssen trotz der Extremtemperaturen die Betreuung und Versorgung der Bewohner:innen sicherstellen. Das bedeutet eine enorme zusätzlich körperliche Belastung.“ In der Anfrage an Landesrätin Rüscher will die SPÖ daher nicht nur wissen, welche konkreten Maßnahmen des aktuellen Hitzeschutzplanes vom Land bisher umgesetzt wurden und wie hoch der Investitionsbedarf in bauliche Adaptierung ist, sondern auch zu welcher Mehrbelastung die Hitzeperiode beim Personal geführt hat und wie man das von Seiten des Landes abfedern will.