Die von der SPÖ Vorarlberg gestartete Petition zum neuen Tarifsystem des VVV hat bislang rund 1.200 Online-Unterstützungen erhalten. Darüber hinaus wurden im Zuge von Sammelaktionen in Feldkirch, Bludenz und Dornbirn zahlreiche weitere Unterstützungserklärungen gesammelt. „Wir haben in den vergangenen Wochen bewusst das direkte Gespräch mit den Menschen vor Ort gesucht. Die zahlreichen Rückmeldungen waren dabei sehr eindeutig: Viele empfinden das neue Tarifsystem als zu unübersichtlich und für Gelegenheitsfahrerinnen und Gelegenheitsfahrer als zu teuer. Diese Kritik zieht sich durch wie ein roter Faden“, sagt SPÖ-Klubobmann Mario Leiter.
Günstig mit Bus und Bahn nicht nur mit Jahreskarte
Kritisch sieht der SPÖ-Klubobmann insbesondere die Ausrichtung der Tarifreform. „Es kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein, dass sich künftig alle Öffi-Nutzer:innen eine Ganzjahreskarte kaufen müssen, um günstig in Vorarlberg unterwegs sein zu können. Auch wenn sich das die Verantwortlichen der Tarifreform verständlicherweise wünschen.“ Steigende Verkaufszahlen bei Jahreskarten seien grundsätzlich zu begrüßen, betont Leiter. „Wenn mehr Menschen dauerhaft auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen und sich für eine Jahreskarte entscheiden, ist das natürlich ein positiver Effekt. Gleichzeitig muss das Angebot aber auch für jene attraktiv bleiben, die Bus und Bahn nicht täglich nutzen“, stellt der SPÖ-Klubobmann klar.
Schluss mit dem Tarifwahnsinn
Dass am Tarifsystem seit seiner Einführung zudem bereits mehrfach nachgebessert worden sei, wertet Leiter als Beleg dafür, dass die Reform ihrem Anspruch einfach und preislich fair zu sein, bisher nicht gerecht werden konnte. „Die laufenden Anpassungen zeigen, dass Bus- und Bahnfahren mit dem neuen Tarifsystem wohl doch deutlich schwieriger ist als Eis essen“, so der SPÖ-Klubobmann. Er fordert daher nach wie vor das Ende des von Landesstatthalter Bitschi verursachten Tarifwahnsinns. „Mit dem aktuellen Tarifwahnsinn muss Schluss sein. Es braucht ein Tarifsystem, das einfach verständlich, fair und für alle Fahrgäste praktikabel ist. Genau das ist die aktuelle Tarifreform bislang jedoch schuldig geblieben“, so Mario Leiter abschließend.