„Es ist natürlich erfreulich, dass das Angebot der Sommerschule bei den Familien auf so viel Zuspruch stößt und damit heuer rund 3000 Schülerinnen und Schüler die Sommerschule besuchen. Dennoch macht diese Zahl aber auch deutlich, dass offensichtlich viele Kinder und Jugendliche während des Schuljahres nicht die Unterstützung erhalten, die sie brauchen würden. Hier muss sich also generell unterm Jahr etwas tun. Und es zeigt auch, dass Familien auf solche Betreuungsangebote in den Sommerferien angewiesen sind“, sagt SPÖ-Landtagsabgeordnete und Bildungssprecherin Manuela Auer anlässlich des bevorstehenden Starts der Sommerschule in der kommenden Woche.
Zwei Wochen für echten Lernerfolg zu wenig
Für die Kinder und Jugendlichen biete die Sommerschule zwar eine gute Möglichkeit, um etwaige Lernrückstände vor dem Schulstart im Herbst aufzuholen, hält SPÖ-Landtagsabgeordnete und Bildungssprecherin Manuela Auer fest. „Aber die Sommerschule ist kein Allheilmittel. Gerade für jene Kinder, bei denen es darum geht, Defizite im Spracherwerb auszugleichen, sind zwei Wochen einfach zu wenig. Ein echter Lernerfolg ist damit nur schwer zu erreichen“, so die SPÖ-Landtagsabgeordnete. Kritik übt Auer in diesem Zusammenhang auch daran, dass die Gruppengrößen in der Sommerschule heuer angehoben wurden. „Die individuelle Förderung, die vor allem für jene Schülerinnen und Schüler wichtig wäre, die im Rahmen der Sommerschule ihre Deutschkenntnisse verbessern wollen, bleibt damit auf der Strecke“, kritisiert die SPÖ-Bildungssprecherin.
Rahmenbedingungen an Schulen verbessern
Manuela Auer sieht es deshalb für wesentlich, dass die Rahmenbedingungen in Vorarlbergs Schulen dahingehend verbessert werden, dass Kinder und Jugendliche bereits während dem Schuljahr ausreichend beim Lernen unterstützt werden können. „Es ist illusorisch, dass Kinder und Jugendliche innerhalb von 14 Tagen Wissensrückstände eines ganzen Schuljahres aufholen können. Wenn wir also wollen, dass jedes Kind die gleichen Bildungschancen bekommt, muss dort angesetzt werden, wo Bildung stattfindet, nämlich im täglichen Schulbetrieb“, so die Bildungssprecherin. Der Ausbau von personellen und strukturellen Ressourcen sei dafür zentral, so Auer abschließend.