Die im Raum stehenden Vorwürfe gegen einen Vorarlberger Tierarzt wiegen schwer und müssen rasch und lückenlos aufgeklärt werden. „Gerade von einem Tierarzt darf man einen besonders verantwortungsvollen Umgang mit Tieren erwarten. Gleichzeitig gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung. Entscheidend ist jetzt, dass die Vorwürfe unabhängig geprüft und das Wohl der Tiere sichergestellt wird“, sagt SPÖ-Landwirtschafts- und Tierschutzsprecher Reinhold Einwallner.
Was haben Gantner und Rüscher gewusst?
Besonders erklärungsbedürftig ist für Einwallner allerdings auch das bisherige Vorgehen der zuständigen Behörden. Laut Medienberichten sollen bereits seit Monaten Meldungen eingegangen sein, zudem sei die Polizei schon Anfang August vor Ort gewesen. „Wenn diese Angaben stimmen, müssen die zuständigen Regierungsmitglieder, Christian Gantner und Martina Rüscher, offenlegen, wann welche Stelle von den Vorwürfen erfahren hat und welche Maßnahmen daraufhin gesetzt wurden. Man tut weder den Landwirten noch dem Tierschutz einen Gefallen, wenn man trotz Vorwürfen so lange abwartet, bis ein Video veröffentlicht wird“, so Einwallner.
Konsequent handeln und aufklären, um Tiere und Landwirtschaft zu schützen
Gleichzeitig warnt der SPÖ Landwirtschaftssprecher davor, den Fall auf die gesamte Vorarlberger Landwirtschaft umzulegen. „Die große Mehrheit unserer Bäuerinnen und Bauern geht verantwortungsvoll mit ihren Tieren um und leistet tagtäglich wichtige Arbeit. Gerade deshalb braucht es in diesem Fall eine saubere und nachvollziehbare Aufklärung. Das schützt das Tierwohl und verhindert, dass jene in Misskredit geraten, die ordentlich arbeiten“, betont Einwallner abschließend.