Anlässlich des heutigen Welt-Alzheimertages fordert SPÖ-Klubobmann Mario Leiter, dass man beim Land dem Thema Alterseinsamkeit mehr Aufmerksamkeit schenkt. „Anhaltende, unfreiwillige Einsamkeit ist nicht nur eine enorme Belastung für das seelische Wohlbefinden, sondern wirkt sich auch negativ auf die körperliche Gesundheit aus. Für Demenzerkrankungen stellt Einsamkeit damit auch einen Risikofaktor dar. Umso wichtiger ist es, dass ÖVP und FPÖ dem Thema Alterseinsamkeit endlich die nötige Aufmerksamkeit schenken und auch als ernstes gesellschaftliches und gesundheitspolitisches Problem wahrnehmen“, sagt Mario Leiter.
Alterseinsamkeit wird in Vorarlberg noch immer unterschätzt
Gerade im Alter können Pensionsantritt, Verluste im persönlichen Umfeld sowie gesundheitliche und mobilitätsbedingte Einschränkungen dazu führen, dass soziale Kontakte abnehmen, so Leiter. „Allein zu leben bedeutet nicht automatisch, einsam zu sein. Aber das Thema Alterseinsamkeit wird in Vorarlberg immer noch unterschätzt. Dabei sind hierzulande über 80.000 Menschen 65 Jahre oder älter. Knapp ein Drittel davon lebt in Einpersonenhaushalten. Das zeigt, dass es durchaus eine große Gruppe gibt, bei der die schwarz-blaue Landesregierung hinschauen muss“, betont der SPÖ-Klubobmann.
Frauen häufiger von Alterseinsamkeit betroffen
Für die SPÖ-Landesfrauenvorsitzende Bea Madlener-Tonetti ist Alterseinsamkeit vor allem ein für Frauen relevantes Thema. Sie sind davon häufiger betroffen als Männer. „Frauen bleiben im Alter nicht nur öfter alleine, weil sie eine höhere Lebenserwartung haben, sondern weil die deutlich geringeren Pensionen sie auch finanziell stark einschränken. Soziale Teilhabe wird dadurch für Frauen deutlich erschwert.“ Ein zunehmender sozialer Rückzug sei dann meist vorprogrammiert, so Madlener-Tonetti.
Vorarlberg braucht einen verbindlichen Gesamtplan
Klubobmann Leiter erneuert daher die Forderung der SPÖ, nach einer verbindlichen Landesstrategie gegen Alterseinsamkeit, die bestehende Angebote bündelt, besonders betroffene Menschen gezielt erreicht und konkrete Ziele sowie eine regelmäßige Evaluierung vorsieht. „Dass es viele Angebot und Initiativen für einsame Menschen im Land gibt, ist gut und wichtig. Aber es braucht endlich einen zielgerichteten und verbindlichen Gesamtplan, der alles bündelt und auch die tatsächliche Wirksamkeit prüft. Alterseinsamkeit darf nicht länger ein blinder Fleck in der Landespolitik bleiben“, so Leiter abschließend.