Für SPÖ-Klubobmann Mario Leiter hat Landesstatthalter Christof Bitschi im ORF-Sommergespräch unfreiwillig gezeigt, wie schwach seine Argumente zum neuen VVV Tarifsystem inzwischen sind. Massive Preissteigerungen bei diversen Verbindungen tat er als „Einzelbeispiele“ ab und griff nebenbei die Medien für ihre diesbezüglichen Recherchen an. Letztlich musste er sogar die Schweiz als Vergleich heranziehen, um behaupten zu können, dass Vorarlbergs Busse vergleichsweise günstig sind.
Bitschi ist mit seiner Argumentation am Ende
„Wenn Christof Bitschi schon auf die teure Schweiz zeigen muss, um zu erklären, dass Vorarlberg vergleichsweise günstig sei, dann ist er mit seiner Argumentation endgültig am Ende“, sagt Leiter. „Die Fahrgäste in Vorarlberg interessiert nicht, was eine Fahrkarte in Zürich oder Genf kostet. Sie interessiert, warum ihre Fahrt in Vorarlberg unter Landesstatthalter Christof Bitschi plötzlich massiv teurer geworden ist und wann dieser Tarifwahnsinn endlich beendet wird.“
Bitschi wertet Gelegenheitsfahrer zu „Einzelbeispielen“ ab
Besonders problematisch sei, dass Bitschi die Betroffenen erneut als Einzelfälle abwertet. „Für Christof Bitschi sind Vorarlbergerinnen und Vorarlberger ohne Jahreskarte offenbar keine ernstzunehmenden Fahrgäste. Wer nicht täglich mit Bus oder Bahn fährt und jetzt ordentlich draufzahlt, wird zum Einzelbeispiel abgewertet, belächelt und mit horrenden Preissteigerungen bestraft“, kritisiert Leiter.
Tarifreform endlich reparieren
Für die SPÖ ist deshalb klar: Die Tarifreform muss repariert werden. „Einzelfahrten künstlich zu verteuern, macht den öffentlichen Verkehr nicht attraktiver. Herr Bitschi sollte aufhören, diesen Tarifwahnsinn mit internationalen Vergleichen schönzureden und ihn endlich reparieren. Das liegt in seiner Verantwortung“, so Leiter.