Aktuelles
SPÖ Vorarlberg
SPÖ Vorarlberg

Wer Gleichstellung will, muss handeln

08.03.2026

Bea Madlener-Tonetti: „Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind hier gleichsam gefordert“

Bea Madlener-Tonetti: „Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind hier gleichsam gefordert“

Am 8. März rücken Gleichstellung, Einkommensunterschiede und Gewalt gegen Frauen medial wieder in den Fokus. Der Internationale Frauentag erinnert an erkämpfte Rechte wie Wahlrecht, Gleichstellung im Familienrecht, Zugang zu Bildung und Arbeit sowie Schutz vor Gewalt – und macht gleichzeitig deutlich: Echte Gleichstellung ist noch nicht erreicht.

„In Vorarlberg ist die strukturelle Benachteiligung besonders ausgeprägt. Frauen verdienen hier österreichweit am wenigsten und erhalten im Vergleich zu Männern die niedrigsten Pensionen“, sagt SPÖ-Landesfrauenvorsitzende Bea Madlener-Tonetti. Der Grund: Frauen unterbrechen oder reduzieren nach der Geburt ihrer Kinder häufiger und länger ihre Erwerbsarbeit, übernehmen den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit und erleben dadurch massive Karriereeinbrüche.

Frauen werden im Beruf ausgebremst

Die beruflichen Chancen von Frauen seien heutzutage immer noch massiv eingeschränkt, so Madlener-Tonetti. Und das, obwohl Frauen heute vielfach über einen höheren Ausbildungsgrad verfügen als Männer. „Wer wegen Betreuungsaufgaben häufiger Teilzeit arbeitet oder beruflich pausieren muss, hat deutlich schlechtere Aufstiegs- und Karrierechancen. Frauen werden dadurch im Berufsleben ausgebremst“, kritisiert sie. Letztendlich würde sich das dann auch wieder in den deutlich niedrigeren Pensionen der Frauen widerspiegeln, betont die SPÖ-Frauenvorsitzende: „Das führt zu langfristigen finanziellen Nachteilen. Frauen bekommen so bis zu 47 Prozent weniger Pension als Männer“, betont Madlener-Tonetti.

Leistbare Kinderbetreuung als zentraler Schlüssel

Erschwerend komme hinzu, dass die schwarz-blaue Landesregierung ignoriere, dass leistbare und hochwertige Kinderbetreuung der Schlüssel zur Gleichstellung sei, kritisiert die SPÖ-Frauenvorsitzende: „Derzeit sind die Weichen dafür gestellt, dass private Träger mit Kleinkindbetreuungsangeboten über kurz oder lang schließen müssen.“ Dadurch würden spürbare Betreuungslücken entstehen. „Für Frauen bedeutet das oft noch längere Erwerbsunterbrechungen und eine weitere Zementierung traditioneller Rollenbilder.“

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft seien hier gleichsam gefordert, damit echte Gleichstellung gelingen kann, so Madlener-Tonetti abschließend: „Gleichstellung passiert nicht von selbst, sondern braucht ein entschlossenes Handeln von uns allen – nicht nur am Weltfrauentag, sondern an 365 Tagen im Jahr.“

Weitere Beiträge aus dieser Kategorie

Bregenz am 11.3.2026 Vorarlberger Landtagssitzung
News
SPÖ Vorarlberg
SPÖ Vorarlberg

SPÖ begrüßt bevorstehenden Baustart des Schlachthofs im Montafon

Einwallner lobt Förderungsschlüssel und sieht stabile Basis für die Zukunft
Mehr erfahren
News
SPÖ Vorarlberg
SPÖ Vorarlberg

ÖVP und FPÖ verhindern Abschaffung der Hand- und Zugdienste

Schwarz-Blau hält an einem vor 90 Jahren (!) erlassenen Gesetz fest
Mehr erfahren
(c) Marcel Mayer
News
SPÖ Vorarlberg
SPÖ Vorarlberg

Millionen für Lech, Kürzungen für Menschen mit Behinderungen

Leiter: „Falsche Prioritätensetzung der schwarz-blauen Landesregierung“
Mehr erfahren
Bregenz am 11.3.2026 Vorarlberger Landtagssitzung
News
SPÖ Vorarlberg
SPÖ Vorarlberg

SPÖ begrüßt bevorstehenden Baustart des Schlachthofs im Montafon

Einwallner lobt Förderungsschlüssel und sieht stabile Basis für die Zukunft
Zum Termin
News
SPÖ Vorarlberg
SPÖ Vorarlberg

ÖVP und FPÖ verhindern Abschaffung der Hand- und Zugdienste

Schwarz-Blau hält an einem vor 90 Jahren (!) erlassenen Gesetz fest
Zum Termin
(c) Marcel Mayer
News
SPÖ Vorarlberg
SPÖ Vorarlberg

Millionen für Lech, Kürzungen für Menschen mit Behinderungen

Leiter: „Falsche Prioritätensetzung der schwarz-blauen Landesregierung“
Zum Termin